Mittwoch, 30. Mai 2007

Eddy 23


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Der nächste kommt frühstens am Montag... Gutes Wochenende.

Montag, 28. Mai 2007

Eddy 22


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Sonntag, 27. Mai 2007

Eddy 21


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Samstag, 26. Mai 2007

Eddy 20


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Freitag, 25. Mai 2007

The Strangest Link 6


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Donnerstag, 24. Mai 2007

The Strangest Link 5


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Mittwoch, 23. Mai 2007

The Strangest Link 4



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Dienstag, 22. Mai 2007

The Strangest Link 3


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Montag, 21. Mai 2007

The Strangest Link 2


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Sonntag, 20. Mai 2007

Eddy 19


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Samstag, 19. Mai 2007

Eddy 18


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Freitag, 18. Mai 2007

Eddy 17


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Hip Hip Hurra for 17. Mai!!!!!!!


Wer mir die richtige Anzahl Fahnen auf diesem Bild sagen kann, gewinnt...
Leider gibt es keine Preise ;-)

Mittwoch, 16. Mai 2007

Eddy 16


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Dienstag, 15. Mai 2007

Eddy 15


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Montag, 14. Mai 2007

The Strangest Link 1


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Sonntag, 13. Mai 2007

Eddy 14


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Samstag, 12. Mai 2007

Pete 1


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Freitag, 11. Mai 2007

Eddy 13


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Donnerstag, 10. Mai 2007

Eddy 12

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Mittwoch, 9. Mai 2007

Eddy 11


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Dienstag, 8. Mai 2007

Eddy 10


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Montag, 7. Mai 2007

Eddy 9


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Sonntag, 6. Mai 2007

Wie kommt der Urwald nach Norwegen?

Es war einmal ein Versicherungsunternehmer. Er war Chilene, und hatte seiner Frau ein Goldkettchen versprochen.
Dies war ein wenig problematisch, denn seine Frau trug aus Prinzip nur selbsthergestellten Schmuck und der Unternehmer war kein Goldschmied. Noch problematischer war, dass seine Frau auch noch verlangte, dass er das Gold selber finden sollte. "Ich will ein Geschenk von dir, nicht vom Goldschmied" pflegte sie zu sagen. Nachdem sich unser Unternehmer über nahgelegene Goldquellen informiert hatte war ihm eines klar: Gold würde er nur im Regenwald finden. Genauer gesagt: unter dem Regenwald!

In seiner Verzweiflung rief der Chilene alle Leute an, die er jemals
gekannt hatte. Dschungelexperten, Goldschmiede, Schatzsucher - irgendsojemand musste doch darunter sein. Und wirklich entdeckte er schließlich, auf einer alten Klassenliste, einen Menschen, der nicht nur erreichbar geblieben, sondern auch Goldschmied geworden war.

Er schilderte ihm den Fall (auch wenn, wie er sich erinnerte, gerade dieser Klassenkamerad ihm nie besonders sympathisch gewesen war)

"Tja, alter Freund!" rief der Goldschmied lachend, als er die Geschicte verstanden hatte, "Da hast du dir ja eine sehr anspruchsvolle Lady ausgesucht! Aber sag mal - was bist du eigentlich von Beruf?" - "Versicherungsvertreter" knirschte der
Versicherungsvertreter mit den Zähnen und hielt den Telefonhörer etwas von seinem Ohr weg, um der nächsten Lachsalve seines Gesprächspartners zu entkommen. "ja und warum schenkst du ihr dann nicht eine Versicherung?" Sehr witzig, 'alter Freund'! "erstens wäre das nicht sehr romantisch, findest du nicht auch? Zweitens: was glaubst du, was
ich in den ganzen Jahren gemacht habe? Wir feiern demnächst 20. Hochzeitstag! Also sei so gut und bring mit bei, wie man Gold schmiedet. Und kennst du vielleicht jemanden, der sich mit dem Dschungel auskennt?" Nach ein paar Minuten der härtesten Verhandlung über Sonderangebote und Policen zu sagenhaften Bedingungen war der alte Freund einverstanden und sie hatten einen Termin, an dem Der Versicherungsvertreter in die Grundlegenden Geheimnisse des Goldes eingeweiht werden sollte.

Einige Tage später rief ein Fremder an. Die ganze Rumtelefoniererei hatte sich doch gelohnt, irgend ein Bekannter eines Bekannten hatte einen Dschungelexperten und Schatzsucher aufgetrieben, der bereit war, sich die ganze Geschichte anzuhören.

"Lächerlich!" war sein Kommentar, "Einfach äußerst lächerlich! Ich sage dir eins, mein lieber: meine Frau würde sich das nicht trauen, solche Ansprüche zu stellen. Man muss sie sich nur richtig erziehen, die Damen. Ich rate dir: lass sie sausen, ich habe da eine cousine, die an Schönheit einfach unübertroffen ist..."
Der Vertreter wollte schon aufgeben, mit so einem Idioten hatte er eigentlich keine Lust, Geschäfte zu betreiben. Aber wenn er eins gelernt hatte in seinem Beruf, dann war es, auch mit den unsympatischsten Menschen ein Geschäft zur Beiderseitigen Zufriedenheit abzuschließen. Er ließ diese Tirade also unkommentiert und fragte nur nach den genauen Plänen zur
Goldfindung des Schatzsuchers.

"Die Sache ist die" erklärte dieser, "man muss zuerst eine genaue
Landkarte eines stücks Dschungel erstellen, mitsamt bodenanalyse. Dann weiß man genau, in welcher Richtung und in welcher Entfernung man nach dem Gold suchen muss. Ich kenne jemanden, der ganz genau weiß wie das geht, ein echter Experte im Schatzkartenerstellen, ohne je den Schatzplatz gesehen zu haben. Es ist ganz einfach: er untersucht den Wald und druckt uns eine Karte aus, nach der wir dann vorgehen.
Natürlich bekomme ich als kleine Gegenleistung... sagen wir 80
Prozent?" unser Held war nicht gerade in Stimmung und beließ es
deshalb dabei, ihn auf 60 Prozent runterzuhandeln. Er brauchte ja sowieso nur die Menge für ein Goldkettchen, und soviel würden sie schon finden. In trübe Gedanken versunken, horchte er erst nach ein paar Minuten wieder auf.

"Es gibt dabei nur ein klitzekleines Problem. Mein Freund kann nicht reisen, er ist schon seit langer Zeit an sein Labor gefesselt – das beste seiner Art auf der ganzen Welt - das natürlich nicht mobil ist.
Die Geräte sind so modern das jeglicher Gebrauch eigentlich schon eine Zumutung ist. Wie auch immer: Wenn der Prophet nicht zum Berg geht, muss der Berg zum Propheten... Sie kennen das." - "Was soll das heißen?" die Sache schien langsam ziemlich auszuarten.
"Das Labor steht übrigens in einer wunderschönen Urlaubsgegend, in der Nähe von Hommelvik" –
"Hommelvik" brummelte der Vertreter skeptisch "Was ist
das, ein Hustenbonbon?"

Doch Hommelvik war leider eine Stadt in Norwegen und kein Hustenbonbon (wobei sich der Versicherungsvertreter zugestehen musste, dass es ihm doch einfacher vorkam ein stück Wald nach Norwegen zu schaffen, als dasselbe auf ein Hustenbonbon. Allein schon der Grösse wegen).
Natürlich liessen sich die weiteren Beteiligten (Eine Zeppelingesellschaft, ein Lastschiffer, spezialisiert auf Grosstransporte, ein Grossgrundbesitzer, eine Grabemannschaft von 10.000 Mann, bzw deren Chef) allesamt mit besonders guten Konditionen vesorgen (diese Episode wurde im Büro unseres Herren noch Jahre später als das grösste Fiasko der Abteilungsgeschichte der Abteilung "Dschungeldiebstahls- und Grossbootversicherungen", welche vorher noch nie auch nur eine einzige Pämie hatte auszahlen müssen, gehandelt).
Nach 2 Wochen war ein vielversprechendes stück Land Ausgesucht und die Grabemannschaften rückten an.

Während sich die 10.000 Mann daran machten, 500.000 Kubikmeter Dschungel auszugraben, ohne den Naturzustand zu zerstören (denn sonst hätte man die teuren Maschinen ja gar nicht erst anwerfen brauchen, beim Umgraben wären die Goldstückchen ja so oder so zum Vorschein gekommen)
ging unser Vertreter in Goldschmiedelehre. Zunächst durfte er jedoch nur dabei zusehen, wie jemand, der dabei zugesehen hatte wie ein Goldschmiedlehrling einen Kettenrohling hergestellt hatte, diesen Vorgang panthomimisch darstellte. Nach zwei Tagen hatte er genug, und suchte den Meister auf, der sich auch sofort ans Werk machte.

"Gold!" deklamierte der Meister mit geheimnisvoller Stimme, "Das
Sonnenmetall, das unerreichte Ziel eines jeden Alchimisten,der Heiler aller Krankheiten!" ”Mentale wahrscheinlich nicht mitgerechnet,” dachte sich der Versicherungsvertreter und seufzte bei dem Gedanken daran, dass er eigentlich nur ein nettes Geschenk für seine Frau suchte - zum ersten Mal kam es ihm in den Sinn, dass die Sache doch allmählich auszuarten
schien...

Außerdem wurde ihm mit aller Deutlichkeit wieder vor Augen geführt, warum er seinen Klassenkameraden schon damals nicht hatte leiden können ("Der Priester" hatten sie ihn genannt) und so langsam kam ihm außerdem der Verdacht, der Goldschmied habe inzwischen seinen Guru gefunden. Er überlegte kurz, ob er nicht doch in den gelben Seiten nach einem anderen Goldschmied suchen sollte, dann kamen ihm jedoch die Preise in den Sinn,
die Leute veranschlagen konnten, die sich nicht als "alte Freunde"
bezeichneten, und ließ die Idee wieder fallen, auch wenn er bezweifelte, auf diese Weise jemals eine Kette herzustellen.

Und wirklich: bevor er dazu kam, auch nur einen kupfernen Kerzenhalter mit seinen eigenen Händen zu erschaffen ("fühlt man sich nicht von der Macht des Schöpfens durchflossen?" sagte sein Meister, bevor er die Arbeit von vorne bis hinten kritisierte und in Grund und Boden verdammte. Der Vertreter ließ sich jedoch nicht beirren oder etwa das gute Stück abschwatzen, und das war sein Glück, denn seine Frau erzielte später auf dem Weihnachtsbazar einen erstaunlich guten Preis dafür), bevor er also den ersten mickrigen Kerzenhalter in den Händen hielt, die
ihn selbst gemacht hatten, war schon das gesamte abgeteckte Terrain nach Norwegen transportiert und dort - im Labor versteht sich, wegen der ungleichen Klimabedingungen - aufgebaut worden. Der Forscher konnte mit seiner Arbeit beginnen, und er war übrigens der einzige, der seinen
Beitrag leistete, ohne etwas dafür zu verlangen: so eine Gelegenheit bietet sich schließlich nicht alle Tage, als Kind hatte er immer Dschungelforscher werden wollen und sich dann wegen mangelnder Sprachkenntnisse auf Norwegische Tannenwälder spezialisieren müssen, nun ja, auch das eine traurige Geschichte.
Und so geschah es, dass unter den staunenden Augen der Hommelvikinger, die sich die Nasen an den Treibhausfenstern plattdrückten, ein Urwald in all seinen WInkeln und Pflanzen vermessen wurde. Selbst die Ameisen und Affen wurden nicht vergessen.

Doch wärend die Maschinen noch rechneten, kämpfte unser Vertreter immernoch mit der Kunst des Goldschmiedens. Und mit seiner Fassung, der Goldschmied begann ihm nämlich allmählich auf die Nerven zu gehen.
"Bevor ich dich an mein Gold lasse, musst du erst jede Weisheit des Goldes in deinem Herzen tragen."
Und das war eine ganze Menge: Schmelz- und Siedetemperatur, chemische und physikalische Eigenschaften, alte Sagen und Mythen in denen Gold eine Rolle spielte, alle Schuld- und Wertanhäufungen der Staten in Gold und vieles mehr. Dem Vertreter wurde schwummerig vor Augen. Er konnte sich Zahlen ja so oder so nie merken, und dann sowas...
Es dauerte jedoch nicht lange, da begann er sich verschiedene kleine Fakten über Gold zu merken.
Nach 2 Wochen gelang es ihm sogar, die Schulden des States Papua-Neuguinea nicht nur in Karat, nein, sogar in Nanokarat anzugeben. Und auch in der praktischen Arbeit lief es gut:
Er hatte sich von Kupfer, über zinn und blei ("Unterschätze es nicht, es hat Eigenschaften, die denen von Gold sehr nah kommen.") zu Zink gekommen, und der Meister wusste sogar schon einiges zu Loben. In Kerzenhalter war er inzwischen so gut, dass er es erlaubt bekam, ein Bleikettchen zu schmieden. Zugegebenermassen war es keine sonderlich feine Kette und der Meister liess kein gutes Haar an ihr, aber der Versicherungsvertreter konnte sich in diesem Moment keinen schöneren Anblick vorstellen.

Zur gleichen Zeit wurde in Hommelvik eine Experdition in das
Gewächshaus, um ein paar Messgeräte anzubringen, als plötzlich eine der Maschinen Alarm schlug. "GOLD! GOLD! wir haben Gold gefunden!" Rief der leiter des Grabekommandos aus und alle, alle stürmten herbei. "HALT" schrie eine dröhnende stimme aus den Lautsprechern "Alle sofort in mein Büro. Unser südamerikanische Freund wollte das Gold schliesslich selber aus dem Boden buddeln."
So wurde nach ihm gesendet. Der Vertreter der gerade damit beschäftigt war, ein paar Zinnsoldaten für die Kinder zu schmieden, machte sich als die Nachricht
eintraf sofort auf den Weg ins Flugzeug.
Norwegen war ganz anders als bei ihm zu Hause. Erstaunt betrachtete er die Fjorde und Wälder, mit Bäumen wie er sie sonst nur von Weihnachtspostkarten kannte. "Das muss ich meiner Frau zeigen", dachte er immer wieder, "Wer hätte das gedacht, dass es auch in anderen Ländern so schön sein kann". Er war ganz begeistert, jedenfalls bis er Hunger verspürte und die landesübliche Kost probieren musste. Dieses Essen würde seine Frau niemals billigen. Noch als er bei dem Labor ankam, hatte er Magenschmerzen.
(Als findiger Vertreter wusste er natürlich sofort, wen er da zu rate ziehen musste: Sein alter Freund, ein Arzt, der eigentlich eine Kupferstecherausbildung gemacht hatte, riet ihm eine Aspirin mit ein wenig Schnaps herunterzuspühlen)
Die Spannung nahm kein Ende, doch um es Kurz zu machen: Er fand ein wenig Gold, machte eine Kette (die zugegebenermassen kein Meisterstück war, aber das hatte Madame ja auch nicht verlangt) und vermachte das Stück Urwald einem norwegischen Vergnügungsparkbetreiber, der ihn einpackte und nach Svalbart verschiffte. Auf dem Rückflug war unser Freund vorallem eines: Unglaublich erleichtert. So erleichtert, dass er sofort mit seinem neuen Buch anfing. Doch schon bei der Autorenabbildung stutzte er: Es war ein Nashorn

Was uns zu einer viel interessanteren Frage bringt:
Was bringt ein Nashorn dazu, ein Sachbuch über die psychischen Auswirkungen eines treibhauseffektgeschädigten Klimas auf deutsche Doggen zu schreiben?
Und (fast noch wichtiger):
Wer hat den Mut so etwas zu veröffentlichen?

PCB und MB 2007

Fortsetzung Folgt

Eddy 8


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Samstag, 5. Mai 2007

Eddy 7


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Freitag, 4. Mai 2007

Eddy 6



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Donnerstag, 3. Mai 2007

Was macht ein Norweger im Urwald?

Ein Norweger war mit seiner Frau im Urlaub gewesen ("mal was anderes
sehen", hatte ihnen der Eheberater geraten, so wie es sein Job ist).

Nach der ganzen Jule-Saus und Brause waren sie also ins Flugzeug
gestiegen und nach Mallorca geflogen. Dachten sie. Denn in Wirklichkeit
hatte sich irgendjemand geirrt, die charmante Ticketverkäuferin oder die
automatische Internetverkaufsstelle, jedenfalls war es sicherlich nicht
einer der beiden gewesen, der an dem Fehler schuld war (auch das hatte
ihnen, wie es sein Job war, der Eheberater geraten). Jedenfalls bemerkten
sie erst,als die Reise im Flugzeug sich immer länger hinzog, dass sie
offensichtlich einen Flug nach Malaysia gebucht und auch angetreten
hatten. Sicher, der Preis war ihnen ein wenig hoch vorgekommen, aber in
Norwegen ist ja alles teuer; auch hatten sie nicht darüber nachgedacht
(ihre Reiseberichte bezogen sie vorzugsweise bei der Großmutter) das man
nach Spanien gar kein Visum braucht und auch keine Schutzimpfungen
empfohlen werden. Ausland ist Ausland, und alles was südlicher ist als
Berlin ist sowieso unvorstellbar exotisch.
So kamen sie also, als sie es fast schon nicht mehr für möglich gehalten
hätten, in einem Land an, das ihnen so fremd war, dass es auch auf einem
anderen Planeten hätte liegen können.

Bereits beim Aussteigen aus dem Flugzeug fiel ihnen auf, dass die
allgemeine Bodenfarbe vollkommen falsch war: Das allgemeine Weiss
welches sie von ihrer Heimat Svalbard gewohnt waren, war einem dreckigen
Braun gewichen, und an ein paar Stellen ragten grüne Pflanzen aus dem
Boden. Ole und Ola, denn so hiessen sie (sie Fischerin und er Maildieb
von Beruf), waren geschockt! Orientierungslos taumelten sie ins Freie.
Auf den zweiten Blick gestand Ola sich ein, dass es nicht nur ein paar
Pflanzen waren die aus dem Boden ragten, wenige Meter von ihnen war das
Braun schon gar nicht mehr zu erkennen.

Ola war stark dafür gewesen, einen Reiseführer zu Rate zu ziehen
("Mallorca in sechs Nächten"), oder zumindest die Einheimischen zu
fragen - wäre das Problem der Sprache nicht gewesen, und hätten ihr
diese von Kopf bis Fuß behaarten und sich von Baum zu Baum schwingenden
- na ja, "Unzivilisierte" durfte man ja nicht mehr sagen - Einwohner
nicht eine solche Angst eingejagt. Ole hingegen war der festen
Überzeugung, man müsse nur hinter der dritten Abzweigung nach links
gehen und schon erreiche man das bereits gebuchte Hotel. Mit Swimming
Pool (auch wenn Ole gar nicht wusste was das war und Ola ganz
entschieden die einheimischen Seen hinter der roten Holzhütte vorzog.).
Abzweigungen gab es hier jedoch in unzählbarer Menge, und niemand hätte
sagen können, welche davon die Dritte hätte sein können, ja nicht
einmal von wo aus man anfangen sollte zu zählen.
Nachdem sie sich darüber eine Weile gestritten hatten, mussten sie
schließlich zugeben, dass sie sich vollständig verirrt hatten und nicht
einmal den Boden unter ihren Füßen wiederfanden.

Ola brauchte eine Weile um Ole aus der Fussfalle, an der ihr Mann nach
oben gezogen geworden war, zu befreien. Immerhin hatte er den Boden über
seinem Kopf nicht aus den Augen verloren, während er mit einer
unglaublichen Geschwindigkeit nach oben verschwand. Um die Beiden gab
es, nun ja,nur Grün. Ola wurde zum ersten mal klar, dass das Grün so viele
verschiedene Schattierungen haben könnte. Während es sich links
schwarzgrün sachte bewegte, stand vor ihnen eine hellgrüne Wand aus
Wald. Und links konnte Ola etwas schwarz-oranges aus dem Augenwinkel
huschen sehen. Der schrei ihres Mannes ("Tiger, Ahhhrglaaa, hilfe er
wird uns fressen") brachte sie wieder zu Bewusstsein.

Ein grosser, selbst für sie als Norwegerin grosser, Mann in einem Tigerkostüm stand vor den beiden.

Das kam den beiden doch dann sehr verdächtig vor, selbst auf dem Niveau ihres Reiseführers hatten sie auf solche Sperenzchen nicht zu hoffen gewagt, aber wie sich herausstellte sprach der Tigermensch ein sehr anständiges Norwegisch (oder, wer weiß, war norwegisch einer einheimischen- und Dschungelsprache einfach unwahrschienlich ähnlich) und erbot sich - gegen ein geringes Entgelt versteht sich - als Dschungel- und Dschunkenführer an. Denn weiter hinten begännen die Sümpfe und er habe die Fußschlinge auch nur aus Sicherheitsgründen aufgestellt, es sei schließlich wesentlich weniger gefährlich, den Boden unter den Füßen zu verlieren als in selbigem zu versinken.
Ola fand ihn, bei genauerem Hinsehen, ganz hinreißend. Ole etwas weniger, aber er fügte sich in sein Schicksal.

Der "Tiger" führte sie eine weile durch dichtes Gestrüpp, bevor sie vor einer roten kleinen Hütte standen. "Wie zuhause" dachte Ola. Ole dachte nichts, er war viel zu viel damit beschäftigt sich die abermillionen von Mücken vom Leib zu halten.
Das kleine Häuschen war von einem kleinen Blaubeergarten umgeben, was Ola entzückend zur Kenntnis nahm (auch wenn die Blaubeeren natürlich nicht so toll schmeckten wie in ihrem eigenen Waldstück), und die Fenster waren weiss gestrichen.
Der Eingeborene führte sie durch das Gartentor auf das Grundstück und schliesslich in das Haus hinein.
Als sie jedoch von innen aus dem Fenster schauten, mussten sie festellen dass vor dem Fenster die ach so bekannte Buchte von Spitzbergen lag.

Der Riesenführer versicherte ihnen zwar dass das alles nur ein Werbeplakat seiner Reiseagentur sei, Ola und Ole blieben jedoch misstrauisch.

Hier beginnt die Geschichte einer nicht weniger interessanten und mysteriösen Frage:
Wie kommte der Urwald nach Norwegen?

PCB und MB 2007
Fortsetzung Folgt

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Mittwoch, 2. Mai 2007

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Dienstag, 1. Mai 2007

Eddy 3


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